Zu einem Mann in Langenalb ist mehrere Abende hintereinander ein kleines buckliges Männlein in den Stall oder in die Scheuer gekommen und hat ihn gebeten, es zu erlösen, denn er sei dazu geboren. Wenn der Mann an einen bestimmten Platz käme, so dürfe er nur einen dort sitzenden Pudel mit feurigen Augen verjagen. Wenn er aber Angst habe, so dürfe er getrost zwei Kameraden mitnehmen. An der Stelle, auf der der Hund sitze, sei viel Gold vergraben, das würde dann dem Mann gehören. Der Mann ist dann auch hin und hat den Pudelhund gesehen. Er bekam es dann aber doch mit der Angst zu tun und ist wieder heim. Am andern Abend ist das Männlein wiedergekommen und hat sehr geweint und gesagt, es lebe jetzt niemand mehr, der es erlösen könne. Jetzt müsse es warten, bis in der Markung der erste Kirschkern auf die Erde fallen. Aus diesem Kirschkern wachse ein Baum, und aus dem Baum werde eine Wiege gemacht. Das erste Kind, das dann in diese Wiege käme, könne das Männlein erst wieder erlösen.
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