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Der Schorchengeist

Zwischen Altburg und Würzbach steht in der Mitte des Waldes „Schorchwäldchen" ein Stein, auf dem drei Spindeln und ein Spinnrocken zu sehen sind. Hier soll der Schorchengeist laufen, der nächtliche Wanderer in die Irre führt und sie am Leben straft, wenn sie auf ihn schimpfen. In Altburg war ein Weib von Würzbach bei ihre Gevatterin in der Spinnstube. Hier wurden allerlei Geistergeschichten erzählt, auch die vom Schorch. Das Weib schimpfte trotz allen Mahnens auf den Geist und forderte ihn heraus, wenn er existiere, an sie zu gehen. Nachts zwischen elf und zwölf Uhr ging sie ohne die angebotene Begleitung durch das Schorchenwäldchen, um nach Hause zu kommen. Am andern Morgen aber fand man sie in der Mitte des Wäldchens mit ihren drei Spindeln in der Brust in ihrem Blute liegen, und man sagte, der Schorch habe sich an ihr gerächt. Zum Andenken an diese Begebenheit wurde der Stein gesetzt.

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