Im Jahre 1518, als das große Landsterben beinahe in allen deutschen Landen war, da hat sich der fromme Graf Bernhard mit seiner Gemahlin, der Gräfin von Sonnenberg, auf Eberstein aufgehalten. Er hat einen Meister Koch gehabt, geheißen der Marzell; der ist eines Nachts, als der Mond schien, aufgestanden und hat zum Fenster hinausgesehen, gegen den Wachtelbronnen, der Stadt Gerspach (Gernsbach) zu. Allda hat er gesehen viel Personen, Weib und Mann, die einander bei den Händen faßten und den Weg vom Wachtelbronnen dem Schloß zu ein Reihen getanzt haben, gleichwohl ohne jedes Spiel. Als sie zum Schloß heraufkamen, hat er etliche unter der Gesellschaft gekannt, insonderheit aber hat er sich selbst in seiner Kleidung gesehen, daß er sich höchlichst verwunderte. Er hat sie bei dem Schloß hinum tanzen sehen, dem Viehhof zu, daß er nit gewußt, wo sie hinkommen sein. Desselbigen Jahres aber sein alle, die der Koch beim Tanz gesehen, gestorben, wie auch ihm selbst geschehen ist.
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