Achtspeichen-Rad

Achtspeichen-Rad im achtknotigen
Flechtband



Nachschaffung eines Originals, vermutlich 6. Jahrhundert. Fundort: Athen, Kleine Akro-
polis

Das Symbol des Achtspeichen-Rades taucht schon früh in der Menschheitsgeschichte auf,
so auf steinzeitlichen Fels-Ritzungen. Erklärt wird es als astronomisch-kultisches Ord-
nungsschema des Jahreskreises, vergleichbar den acht Hochfesten des Kelten-Jahres.

Der tatsächliche Wirkcharakter des Achterrades geht jedoch weit über solche bloß kalenda-
rische Funktion hinaus. Zunächst fällt auf, daß das Symbol nicht nur einem bestimmten
Kulturraum zugeordnet werden kann, sondern dass es in allen Kulturkreisen rund um den
Globus auftritt, auch bei unterschiedlichsten Auffassungen der Jahreseinteilung. Es ist so-
mit ein Symbol von universeller Aussage und Bedeutung. Gleichfalls tritt es in den ver-
schiedensten Verwendungsformen auf: von der Steinmeißelung, über Amulett-Form bis
hin zu architektonischen Baukonstruktionen.

Die wahre Bedeutung des Achterrades erschließt sich erst mit dem Wissen über „Symbol-
Magie“ und „Formen-Energetik“, was uraltes Menschheitswissen war und heute teilverschüt-
tet ist.
In sehr verkürzter Wiedergabe der Thematik kann folgende Aussage gemacht werden: Die
gesamte ‚weltliche Existenz`, die Welt der Materie, Dinge, der Erscheinungen und der Le-
benskreisläufe basiert auf ( fein-) energetischen Strömungen, Schwingungsqualitäten und Re-
sonanzen. Auch haben alle materiellen Substanzen und FORMEN spezifische feinenergeti-
sche Wellen- bzw. Schwingungsabstrahlungen, die in jeweils bestimmter Weise wirken.
Folglich kann durch eine bewusste Formgebung eine erwünschte Wirkung erzeugt werden.

Das Achtspeichen-Rad ist eine solche bewusste Formprägung. Es sammelt den global wirk-
samen Fluß des des elektromagnetischen Feldes ( zwischen Nord- und Südpol ) und bringt
ihn in eine aufbauende, vitalisierende und harmonisierende Schwingungsqualität. Je nach ge-
staltetem Objekt – Amulett, Steinrelief, Bauwerk – kann ein bestimmter Wirkungsradius ge-
schaffen werden: von der Körperumhüllung bis hin zur Einflussnahme auf eine ganze Region.
Die historisch überlieferten Bezeichnungen für das Achterrad, etwa als „Rad des Glückes“, der „Glückseligkeit“, die Kennzeichnung als „Kraft“ und „Schutz“ sprechen eine deutliche
Sprache.

Im vorliegenden historischen Relief – das Achterrad umwoben mit dem achtknotigen Band –
findet sich eine, nach meinem Kenntnisstand, einzigartige Betonung und Hervorhebung der
energetischen Achterkonstruktion: Die energetischen ‚Nabel’ des Rades werden in seinen
Achsen durch die acht Flechtknoten verlängert und verstärkt und in eine gewissermaßen
kristallin-materielle sowie organisch-lebendige Beziehung gestellt.

( Werner Neumann )

Langobardische "Sonne"
Steinkünstler Werner Neumann

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