Roland Kroell ist wahrhaft ein vielseitiger Künstler. Als Sänger, Musiker und Buchautor widmet er sich seit 25 Jahren seiner Heimat – dem Schwarzwald. Im Zuge des Vortragsabends im Liebenzeller Adler bewies er sein Können als Musiker und Redner und nicht zuletzt seine Liebe zum Schwarzwald, die greifbar aufrichtig erscheint. Auch die den Vortrag begleitenden Fotografien in Form von Dias ließen seine tiefe Verbundenheit zum Schwarzwald spürbar werden. Er berichtete über verschiedene „magische“ Orte und Landschaften des Schwarzwaldes, wobei er besonderes Augenmerk auf Sichtweise und Wirken unserer Altvorderen an diesen Stätten legte. Jene Gäste, die die Bücher Roland Kroells noch nicht kannten, dürften überrascht gewesen sein, welch eine Vielzahl archaischer Kultplätze der Schwarzwald aufzuweisen hat. Speziell die Kelten spielten in Herrn Kroells Vortrag immer wieder eine tragende Rolle. Er verstand es das „Thema Kelten“ nicht nur anhand archäologischer Fakten zu unterbreiten, sondern mittels des Lebensgefühls jener Kultur darzustellen. Ihr ganzheitliches Naturverständnis, das den Menschen heutzutage auffordernd und wegweisend erscheinen sollte, zog sich wie ein roter Faden durch den Vortrag. Diese indirekte Mahnung geschah keineswegs in einer schulmeisterischen Art, sondern vielmehr durch eine Art und Weise der positiven Schwingung, die sich - nicht zuletzt durch die musikalischen Beiträge und die ausdrucksstarken Fotos - auf die Besucher übertrug. Er erzählte von einer Kultur, in welcher keine Tempel oder Kirchen das geistige und geistliche Leben anführten, sondern die Natur. Dieses ganzheitliche Naturverständnis fand in Festen, Ritualen und Kulthandlungen seinen Ausdruck, deren Spuren auch im dritten Jahrtausend nach der Zeitenwende noch zu entdecken sind. Roland Kroell verharrte jedoch nicht nur bei den Kelten, sondern ging noch viel weiter in die Vergangenheit zurück. So sah er sich auch nicht bemüßigt, dem heutigen allzu enggestrickten Historikergeist Folge zu leisten, und erwähnte die Megalithkultur – so zum Beispiel das Belchensystem. Die Zuhörer gelangten an diesem Abend positiv beschwingt zu neuen Mitteilungen über den Schwarzwald und ließen es sich nicht nehmen, den Vortragsabend nach Ende des eigentlichen Vortrages mit Fragen in die Länge zu ziehen. Eine lange aber kurzweilige Diskussionsrunde folgte, die Roland Kroell, als sich Freitag der dreizehnte (übrigens eine Glückzahl unserer Altvorderen) dem Ende näherte, mit einer musikalischen Zugabe beendigte.
Informationen zu Roland Kroell:
http://www.schwarzwaldmagie.de
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