Nachdem wir uns alle am Ort des Geschehens eingefunden hatten, wurden wir mal wieder aufs neue mit der Respektlosigkeit mancher Menschen gegenüber Mutter Erde konfrontiert. Weinflaschen, Plastiktüten, Pappteller … hatte der Pöbel zurückgelassen, dem es eigentlich nicht gestattet sein sollte, sich an einer so schönen Feuerstelle aufzuhalten. Für solche Fälle hat unsereins allerdings, da wir Heimat und Natur lieben, ehren und schützen möchten, einen großen Müllsack dabei, indem sämtlicher Unrat durch gemeinsames Anpacken schnell verschwunden war. Es bestätigte sich wieder einmal aufs Neue, dass wir Feuerstellen und Grillplätze grundsätzlich sauberer verlassen, als wir sie vorfinden. Denn wie gesagt: Wir lieben, ehren und schützen unsere Heimat und die Natur! Nachdem der Platz gesäubert war, nutzten wir die letzten Minuten Tageslicht, um den Holstoß zu errichten. Da wunderbares Holz zur Verfügung stand, waren alle zuversichtlich, dass es nicht viel Aufwand benötigen würde, um den Holzstoß später zu entflammen. Nachdem auch das letzte Tageslicht gegangen war, sammelten wir uns oberhalb der Feuerstelle und entzündeten unsere Fackeln, wonach jeder seinen Platz einnahm. Nun konnten die Spiele beginnen: Als die Trommel zu schlagen begann, machte sich der erste von uns in Richtung Holzstoß auf und brachte das erste kleine Flämmchen in die unter uns liegende Dunkelheit. Im folgten nach und nach alle anderen. Mit jedem wurde der Dunkelheit dort unten am Holzstoß ein Stückchen mehr an Einfluss genommen. Nach der Anrufung der Himmelsrichtungen folgte eine Feuerrede, die als Hauptthema den Blick auf einen Grundpfeiler einer gesunden Gemeinschaft hatte – die Fähigkeit zur Gemeinschaftlichkeit. Die Emanzipation des Ich vom Wir wurde als Grundübel der heutigen Zeit deutlich vor Augen geführt. Nach der Feuerrede löschten wir alles Licht im Kreis, um den Tod des Lichtes zu symbolisieren. Nach kurzer absoluter Dunkelheit entzündete ein kleines Flämmchen den Feuerstoß und symbolisierte die Auferstehung des Lichtes. Das Licht ward wiedergeboren! Unterlegt wurde die symbolhafte Wiedergeburt des Lichtes durch den Gesang „Flamme empor, leuchte uns! Führ´uns zum Heil in Dir!“.
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